Energieeffiziente Luftfilter für energiesparende Klima- und Lüftungsanlagen und mehr Performance
Rund die Hälfte aller HVAC-Filterkäufer nutzt heute nicht die energieeffizientesten verfügbaren Filter. Auf den ersten Blick klingt das nach einer technischen Randnotiz – die finanziellen Konsequenzen sind es nicht. Laut der vorliegenden Daten des europäischen Branchenverbandes Eurovent zahlen diese Betreiber mindestens 40 Prozent mehr an Energiekosten als nötig. Und das, obwohl effiziente Luftfilter mit hoher Leistung heute in jeder Filterstufe und Filterklasse verfügbar sind.
Der Grund liegt in einem hartnäckigen Missverständnis: Die meisten Beschaffungsentscheidungen orientieren sich am Kaufpreis. Dabei macht dieser lediglich rund zehn Prozent der gesamten Lebenszykluskosten eines Luftfilters aus. Der mit Abstand größte Kostenfaktor ist der Energieverbrauch des Luftfilters Betrieb: Er macht rund 80 Prozent aus. Wer beim Kaufpreis spart, zahlt oft ein Vielfaches davon über die Betriebsjahre hinaus – ohne es unmittelbar zu bemerken.
Was hocheffiziente, leistungsstarke Luftfilter ausmacht
„Performance” ist im Bereich der Luftfilter ein vieldeutiger Begriff. Echte Filtereffizienz und -leistung lässt sich nämlich nicht auf eine einzige Kennzahl reduzieren – sie umfasst vier Dimensionen, die gemeinsam betrachtet werden müssen:
- Filtrationseffizienz: Der Abscheidegrad – also wie viele und wie kleine Partikel ein Filter aus der Luft entfernt. Maßgeblich sind hier für Luftfilter meist Filterklassen ePM1, ePM2,5 und ePM10 nach ISO 16890 und EN 1822 für HEPA-Filter.
- Energieeffizienz: Der Stromverbrauch des Luftfilters im Betrieb. Dieser ist der dominante Kostenfaktor über die gesamte Filterstandzeit.
- Materialeffizienz: Der Rohstoffbedarf bei der Herstellung. Ein geringerer Materialeinsatz senkt den ökologischen Fußabdruck und erleichtert die Entsorgung. Leichte Rahmen reduzieren zudem die Transportemissionen.
- Betriebseffizienz: Wie einfach lassen sich Filter installieren, warten und fachgerecht entsorgen?
Der technische Schlüssel zur Bewertung der Energieeffizienz eines Luftfilters ist der Druckverlust. Je niedriger der Druckverlust, desto weniger Ventilatorleistung benötigt die Anlage – und desto geringer sind die Betriebskosten. Genau deshalb ist die Wahl der Filter für energiesparende Klimaanlagen (HVAC/HLK) keine Nebensächlichkeit, sondern ein zentraler Hebel für jeden Anlagenbetreiber.
Die Eurovent-Energiebewertung für Luftfilter: ein unabhängiger Branchenstandard
Damit der Energieverbrauch von Luftfiltern objektiv verglichen werden kann, hat Eurovent die Energiebewertung nach Eurovent 4/21 entwickelt. Es stuft Luftfilter in Klassen von A+ bis E ein – gemessen am jährlichen Energieverbrauch in Kilowattstunden.
Die Klassen machen den Unterschied in einer energieeffizienten Klimaanlage konkret spürbar: Ein Filter der Klasse A+ verbraucht im Betrieb rund 40 Prozent weniger Energie als ein mit C bewerteter Filter. Über mehrere Betriebsjahre summiert sich das zu erheblichen Mehrkosten.
Warum betreiben dennoch so viele Anlagen Filter der Klasse C oder schlechter? Die Ursachen sind bekannt: Beschaffungsentscheidungen orientieren sich traditionell am Kaufpreis, Ausschreibungslogiken berücksichtigen noch zu selten die Gesamtbetriebskosten von Luftfiltern – die Modernisierung von Filtern und Klimaanlagen wird mangels umfassender TCO-Betrachtung (Total Cost of Ownership) aufgeschoben. Dabei amortisiert sich ein Wechsel zu leistungsstarken Luftfiltern mit einer besseren Energieklasse in vielen Fällen bereits innerhalb weniger Monate.
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Total Cost of Ownership: Wenn der Filter mehr kostet als er kostet
Das TCO-Modell macht die wahren Gesamtbetriebskosten eines Luftfilters sichtbar. Für HVAC-Betreiber, die Betriebskosten einsparen wollen, lohnt sich der Blick auf alle vier Bestandteile der Gesamtbetriebskosten:
- Kaufpreis (~10% der Lebenszykluskosten)
- Energiekosten im Betrieb (~80% der Lebenszykluskosten)
- Wartungsaufwand (Filterwechsel, Arbeitszeit, Betriebsunterbrechungen)
- Entsorgungskosten (Transport, Deponiegebühren)
Das Bild ähnelt einem Eisberg: Sichtbar ist nur die Spitze – der Kaufpreis. Die eigentlichen Kosten liegen darunter, verborgen in den Energierechnungen der nächsten Jahre. Der ROI (Return On Investment) eines energieeffizienten Luftfilters fällt entsprechend positiv aus: Wer heute auf energiesparende HVAC-Filter setzt, profitiert über die gesamte Standzeit. Zudem reduzieren Filter mit längerer Lebensdauer die Anzahl der Filterwechsel – und damit Transportemissionen und Deponieabfälle. Energieeffiziente Luftfilter verbessern gleichzeitig also auch Ihre Nachhaltigkeitsbilanz.
Energieeffizienz ist nur eine Dimension einer nachhaltigen Luftfiltration. Eine zweite, weniger bekannte betrifft das Filtermedium selbst – und sie stellt die Branche vor ein bemerkenswertes Dilemma:
In der Luftfiltration wurden nass-gelegte Glasfasermedien traditionell per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen – kurz PFAS – zugesetzt. Diese machen Filtermedien wasserabweisend.
Das Problem: PFAS bauen sich in der Umwelt nicht ab. Sie akkumulieren in Böden, Gewässern und Organismen – weshalb sie auch als „Ewigkeitschemikalien" bezeichnet werden. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) treibt im Rahmen von REACH, der EU-Chemikalienverordnung (EG Nr. 1907/2006), aktiv Einschränkungen voran; weitreichende Verbote sind in den kommenden Jahren zu erwarten. Umweltfreundlichere Luftfilter ohne zugesetztes PFAS sind damit nicht nur eine ökologische Entscheidung, sondern auch eine zukunftssichere.
Der Verzicht auf zugesetzte PFAS ist dabei eine echte technische Herausforderung: Feuchteresistenz und Standzeit müssen auch ohne PFAS-Imprägnierung erhalten bleiben. Als Vertrauensgrundlage für leistungsstarke, nachhaltigere HVAC-Filtration und -Systeme frei von zugesetzten PFAS dienen diese Zertifizierungen:
- EC 1935/2004 & EC 10/2011 – Lebensmittelkontakteignung
- ISO 846 – Resistenz gegen mikrobiologisches Wachstum
- ISO 16890, ISO 29463, EN 1822 – Filtrationsleistung
- H₂O₂-Resistenz, UV-Stabilität, Ölbeladungstest – Beständigkeit unter Betriebsbedingungen
Mehr zum Thema Luftfiltration ohne zugesetzte PFAS und wie wir diese Herausforderung meistern, erfahren Sie in unserem Insight.
In bestimmten Branchen sind Energieeffizienz und schadstofffreie Filtermedien keine optionalen Zusatzleistungen, sondern Grundvoraussetzung.
In Krankenhäusern schützen Hochleistungsluftfilter besonders gefährdete Patientengruppen vor Aerosolen, Keimen und Feinstaub. In Reinräumen und der Lebensmittelproduktion gelten strenge Anforderungen an die Luft qualität – und an die eingesetzten Materialien. Dies dient entweder der Aufrechterhaltung der Produktsterilität oder der organoleptischen Eigenschaften, geht jedoch mit einem erheblichen Energieverbrauch einher.
Allerdings bieten HEPA*-Filter der Klasse H14, die in diesen Bereichen Standard sind, erhebliches Potenzial: Die Energieeffizienz von HEPA-Filtern lässt sich durch ein optimiertes Filtermedien-Design deutlich verbessern, mit beeindruckendem Ergebnis: Der Nanoclass Square EF HEPA-Filter mit niedrigem Druckverlust verbraucht bis zu 25 Prozent weniger Energie als der Marktdurchschnitt, ohne die Filtrationsleistung zu beeinträchtigen. Die Effizienz der Luftfiltration in kritischen Umgebungen wie Krankenhäusern und energiesparende Klimageräte schließen sich also nicht gegenseitig aus.
Kombinierte Partikel- und Molekularfilter gewinnen auch im Alltag im Hinblick auf giftige Gase zunehmend an Bedeutung: NOx, SOx und Ozon sind allgegenwärtig und verursachen Gesundheits- oder Produktivitätsprobleme. Dort, wo neben Partikeln auch gasförmige Schadstoffe wie flüchtige organische Verbindungen (VOCs) oder chemische Kontaminanten auftreten, adressieren sie beide Schadstoffarten in einem System. Die neueste Norm EN 16798-3 enthält Leitlinien zum Management der Raumluftqualität, um gute Arbeits- und Gesundheitsbedingungen in Gebäuden sicherzustellen.
Für Facility-Manager, aber auch für Endkunden und Vermieter gewinnt die ESG-Berichterstattung zunehmend an Bedeutung: Environmental Product Declarations (EPDs) weisen den ökologischen Fußabdruck eines Filters über den gesamten Lebenszyklus aus – und liefern die Datenbasis für eine prüffähige Nachhaltigkeitsberichterstattung.
*High Efficiency Particulate Air Filter nach DIN ISO 29463 und EN 1822
Die richtige Filterwahl ist eine Frage der Anforderungen, der lokalen Bedingungen und der Gesamtkosten. Das Ziel ist immer eine Reduzierung des Energieverbrauchs bei gleichzeitig optimaler Leistung des HVAC-Systems. Zwei Fehler gilt es dabei zu vermeiden:
- Überspezifikation führt zu höheren Beschaffungs- und Wartungskosten bei hohem Energieverbauch. Ein Luftfilter, der über die tatsächlichen Anforderungen hinausgeht, kostet mehr, bringt aber keinen zusätzlichen Nutzen.
- Unterspezifikation dagegen kann die Gesundheit gefährden, nachgelagerte Filterstufen belasten und insgesamt die Lebensdauer der Gesamtanlage verkürzen.
Entscheidender Faktor bei der Filterauswahl ist die lokale Außenluftqualität: Partikelbelastung, saisonale Schwankungen und industrielle Emissionen variieren je nach Standort. Digitale TCO-Tools – also ROI-Rechner für HVAC-Filter und -Systeme – verbinden standortspezifische Luftqualitätsdaten mit technischen Filterdaten und ermitteln objektiv die kostenoptimale Konfiguration. Sie ersetzen die Bauchentscheidung durch eine tiefgehende Analyse – und machen eine hocheffiziente Klimatisierung und mehr Schutz auf Datenbasis möglich.
MANN+HUMMEL setzt das durch digitale Lösungen in die Praxis um: Mit BREEZE bieten wir ein Tool, das mehr als 4.000 Filteroptionen mit den tatsächlichen Standortdaten abgleicht. Es hilft unseren Kunden dabei, den CO2-Fußabdruck zu verringern, Wartungsintervalle zu optimieren und Energiekosten zu senken. Zudem können sich unsere Kunden auf smarte Luftqualitätsmessung von MANN+HUMMEL verlassen: Intelligente Filterüberwachung sorgt konstant für saubere Luft und leistungsstarke HLK-Systeme.
MANN+HUMMEL Air Filtration: die beste Entscheidung für hocheffiziente Filter ohne zugesetztes PFAS
Wer einen Luftfilter auswählt, trifft gleichzeitig Entscheidungen über Filtrationsleistung, Energieverbrauch und Nachhaltigkeit. Nur wer alle drei Dimensionen berücksichtigt, vermeidet die unsichtbaren Kosten, die sich über Betriebsjahre summieren.
MANN+HUMMEL Air Filtration bietet mit der EF Series das nach Eurovent-Daten (Stand Januar 2026) breiteste Portfolio an A+ bewerteten Luftfiltern auf dem Markt – von energieeffizienten Panelfiltern über Taschenfilter mit A+ Energiebewertung und Kompaktfilter bis hin zu Hochleistungsfiltern und Molekularfiltern – über alle Filterstufen hinweg, bereits ab dem Vorfilter. Kein anderer Hersteller bietet derzeit diese Kombination in voller Breite: MANN+HUMMEL kombiniert maximale Energieeffizienz und Filtermedien, die frei von zugesetzten PFAS sind, für nachhaltigere Luftfilter mit hoher Leistung.
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Wir von MANN+HUMMEL sind für Sie da, wenn es um Luftfiltration geht! Egal, ob Sie Fragen zu unseren Produkten haben oder maßgeschneiderte Lösungen benötigen, unser Expertenteam steht Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns per E-Mail, Telefon oder unser Kontaktformular, um Ihre Anforderungen zu besprechen, und lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Ihre Luftqualität zu verbessern. Kontaktieren Sie uns noch heute und erleben Sie einen außergewöhnlichen, auf Ihr Unternehmen zugeschnittenen Service!